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- 30. August 2026
Botschaft anlässlich der Woche der Einheit
Dies ist eine Übersetzung des persischen Originaltextes. Originaltext auf Persisch
بسمالله الرّحمن الرّحیم
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen
مُحمّدٌ رَسولُ الله وَالّذینَ مَعَهُ اَشِّداءُ عَلی الکُفّارِ رُحَماءُ بَیْنَهُم
Mohammed ist der Gesandte Gottes. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, barmherzig zueinander. (Koran 48:29)
Der edlen iranischen Nation und der großen islamischen Umma gratuliere ich zu den Tagen der Geburt des gesegneten größten Lichtes, des Edelsten der Geschöpfe, der leuchtenden Lampe, des Auserwählten Gottes, der Stadt des Wissens, der Barmherzigkeit für die Welten, des edlen Gesandten des Islam (Gottes Segen und Friede seien auf ihm und seiner Familie), und seines reinen und lauteren Nachkommen, des vollkommenen göttlichen Beweises, Imam Dschafar as-Sadiq (Gottes Segen und Friede seien auf ihm).
Seit die Sonne des Daseins des Siegels der Propheten im ehrwürdigen Mekka aufging, erstrahlte die Aussicht auf das Glück der Menschheit, das von der Vollkommenheit der Dienerschaft und des Gehorsams gegenüber Gott, dem Erhabenen und Majestätischen, abhängt, in neuem Glanz; die Seelen der Propheten, der Engel Gottes und der Heiligen versanken in Freude, und die Satane unter den Menschen und den Dschinn bissen sich vor Zorn, Reue und Kummer auf die Finger. Denn das vortrefflichste Geschöpf Gottes in allen unzähligen Welten der Schöpfung betrat die irdische Bühne und sollte bald, mit dem Gewand des Prophetentums und der Besiegelung der Prophetie bekleidet, den gewaltigen Koran in Händen und mit dem Auftrag der umfassenden Rechtleitung des Menschen, aufbrechen, um den Weg der großen Karawane der Menschheit zur Dienerschaft und zur Vervollkommnung hin zu Gott zu bestimmen. Das Leben des Propheten und seiner unfehlbaren Testamentsvollstrecker ist ganz und gar eine Lehre der Rechtleitung und der Dienerschaft, eine Lehre der Erkenntnis und der Liebe, eine Lehre des Glaubens und des Dschihad, eine Lehre des Lebens und der guten persönlichen und gesellschaftlichen Sitten, eine Lehre der Vertrauenswürdigkeit und der Aufrichtigkeit, eine Lehre der Würde und der Ehre, eine Lehre des Wissens und des Handelns, eine Lehre der Barmherzigkeit und der Entschlossenheit, eine Lehre des Ausgleichs und der Gerechtigkeit und eine Lehre der Einheit und der Brüderlichkeit. Je besser diese Lehren erlernt und befolgt werden, desto leichter wird es für die Menschenkinder, die Gipfel des Glücks und des Heils zu erreichen. Wir glauben, dass die reine Seele des Propheten der Barmherzigkeit sowie die guten Seelen der Testamentsvollstrecker und der reinen Beweise Gottes (Gottes Segen und Friede seien auf ihm und auf ihnen allen) stets über die Lage der Muslime und der islamischen Gesellschaft wachen, sie leiten und ihr gegenüber gütig sind. Wenn den Kindern dieses gütigen und ehrwürdigen Vaters ein Fehler unterläuft, ist er betrübt, und wann immer die Muslime nach seinen Lehren und Weisungen handeln, freut sich sein gesegnetes Herz.
Nun haben der Islam und seine Anhänger, nachdem sie seit der Frühzeit schwierige und stürmische Zeiten durchlebt und zahlreiche Höhen und Tiefen durchschritten haben, eine schicksalhafte und entscheidende Phase erreicht. Heute können die Muslime eine sehr wirkungsvolle und geschichtsprägende Rolle spielen. Heute ist der Tag, an dem die Aussicht auf den endgültigen Sieg der Wahrheit über das Falsche und des Islam über den Unglauben der Wirklichkeit weit näher gekommen ist als in allen vergangenen Epochen.
Die erste Bedingung dafür ist die Einheit des Wortes der Muslime. Die Einheit der Muslime gegenüber dem globalen Unglauben ist eine koranische Strategie und eine ursprüngliche Lehre des reinen Islam Mohammeds (Gottes Segen und Friede seien auf ihm und seiner Familie) und keine oberflächliche und vorübergehende Angelegenheit. Mit Einheit ist gemeint, dass auf der allgemeinen Ebene der islamischen Gesellschaften die allen gemeinsamen Punkte zur Achse und zum Grundsatz werden. Freilich soll man sich bemühen, gestützt auf Argumente und unter Wahrung aller Gebote der Brüderlichkeit und des Miteinanders, so wie es sich aus den koranischen Lehren ergibt, in vollkommenem Frieden und Einvernehmen die Punkte der Verschiedenheit in gemeinsame Punkte zu verwandeln.
Gewiss ist, dass alle Muslime in den islamischen Gesellschaften im Umgang mit dem globalen Unglauben den koranischen Grundsatz «اَشِدّاءُ عَلی الکُفّار، رُحَماءُ بَیْنَهُم» (hart gegen die Ungläubigen, barmherzig zueinander) zur Achse ihres Denkens, Redens und Handelns machen müssen; so wird die islamische Einheit und Geschlossenheit erreicht. Wann immer einer der beiden Teile dieser himmlischen Botschaft aus dem Handeln der Muslime schwindet, werden auch sie sich von jener Stellung der Würde entfernen, die sie in der Stadt des Islam zu Recht innehatten; und dies ist eine Regel, die keine Ausnahme kennt.
Diese Regel ist einer der grundlegenden Grundsätze und Botschaften der Islamischen Revolution. Die erste Woche der Einheit geht auf den Esfand 1356 des iranischen Sonnenkalenders und die Zeit des Kampfes gegen das Unterdrückungsregime der Pahlavi zurück, als der erhabene Märtyrerführer (möge Gott seinen edlen Rang erhöhen) während seiner Verbannung in Iranschahr diesen Gedanken aufbrachte und Schiiten und Sunniten ihn aufgriffen. Bald nach dem Sieg der Islamischen Revolution wurde die „Woche der Einheit“ auf Anordnung des Gründers der Islamischen Republik, Imam Chomeini (möge seine edle Seele geheiligt sein), offiziell eingeführt. Dank der Gnade Gottes, des Erhabenen, hat die Frage der Einheit unter den Angehörigen der muslimischen Nation ein erfolgreiches Beispiel im iranischen Volk, und die Ränke der Feinde haben nicht viel bewirkt, um sie zu beschädigen.
Doch gewiss lauern die Übelwollenden stets auf diese große Gnade. Was ihnen Hoffnung macht, ist das Hervorheben von Differenzen. Glaubens- und konfessionelle Differenzen sind zwar ein wichtiger Aspekt der Absichten des Feindes des Islam, und er setzt große Hoffnungen auf ihre Ausnutzung; doch er wird sich damit nicht begnügen und versucht, alle Arten ethnischer, kultureller, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und geografischer Unterschiede zu Vorwänden für das Säen von Zwietracht unter den muslimischen Menschen in Iran und in jedem anderen islamischen Land zu machen, um so der Zersplitterung der islamischen Umma und dem Schwinden ihrer Kräfte zuzusehen und zu gegebener Zeit seine Herrschaft über sie auszuüben. Die Weisung des edlen Korans in diesen Fällen ist im edlen Vers «وَ لا تَنازَعوا فَتَفْشَلوا و تَذْهَبَ ریحُکُم» (Und streitet nicht miteinander, sonst verzagt ihr und eure Kraft schwindet; Koran 8:46) genannt. Daher hat jeder, der – an welcher Stelle auch immer – etwas tut, das zur Spaltung unter den Muslimen führt, und Streit in der Gesellschaft der Muslime hervorruft, wissentlich oder unwissentlich, gewollt oder ungewollt, den Absichten der Feinde des Islam gedient. Und wie kann in dieser Zeit jemand ein solches Handeln seiner Unwissenheit und Unachtsamkeit zuschreiben, wo doch die Tyrannen der Welt und an ihrer Spitze das verbrecherische Amerika die trügerischen und hohlen Masken vom hässlichen Antlitz ihrer kolonialen Ziele und ihrer arroganten und herrschsüchtigen Pläne abgenommen, die trügerischen Samthandschuhe ausgezogen und der ganzen Welt ihre blutigen Klauen gezeigt haben?
Jetzt ist es an der Zeit, dass die Muslime nachdenken und die Ereignisse genauer betrachten. Wäre das palästinensische Volk, wenn die Muslime eine einzige Hand wären, die ihre Faust fest ballt, so schutzlos der Unterdrückung und den Verbrechen der Besatzer ausgesetzt? Und hätten, wenn die Völker und Regierungen am Persischen Golf ihre Einheit unter dem Banner des Islam hergestellt hätten, identitätslose und verdorbene Gesindel es gewagt, aus Tausenden Kilometern Entfernung ihre Länder und Reichtümer zu begehren?
Meine nachdrückliche und wiederholte Empfehlung an die Herrscher der islamischen Länder, insbesondere der Länder Westasiens und des Persischen Golfs, lautet: Erkennt euren wahren Feind, durchschaut seinen Plan und tretet ihm entgegen. Die Lösung der Probleme der islamischen Umma ist die Einheit des Wortes, Freundschaft und Zusammenarbeit auf dem Weg des Guten und Rechten. Die verbrecherischen Machthaber Amerikas und das gefälschte zionistische Gebilde sind die geschworenen Feinde dieser Einheit und Freundschaft. Sie sind nicht nur Feinde der Islamischen Republik, der iranischen Nation und der großen Front des islamischen Widerstands, sondern feindlich gegenüber der ganzen islamischen Umma, einschließlich der Völker Westasiens und Nordafrikas; und davon sind nicht einmal die Herrscher dieser Länder ausgenommen, von denen viele als ihre Partner gelten – so wie die offene Respektlosigkeit und der Gebrauch hässlicher Ausdrücke gegenüber einigen Staatsoberhäuptern islamischer Länder durch die Häupter der Arroganz euch und uns noch frisch in Erinnerung sind.
Die wichtige Lehre der Einheit und des Verzichts auf Streit ist die erste Lehre der Schule des Islam über die Art des Umgangs mit Feind und Freund. Die zweite Lehre aber ist die gegenseitige Verteidigung gegen den Unglauben, und die dritte Lehre sind die vielfältigen Formen der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Stärkens in den verschiedenen Fragen des materiellen und geistigen Lebens der Muslime hinsichtlich Wohlstand, Sicherheit, Wissenschaft und Fortschritt, an deren Ende das Erreichen der neuen islamischen Zivilisation stehen wird. Daher ist die Einheit unter den Muslimen der wichtigste Grundstein für das Erreichen einer würdigen und siegreichen islamischen Zivilisation. Dieses begriffliche und gedankliche Gefüge, in dem unser Wunsch für die islamische Welt liegt, hat seinerseits im teuren Iran in annehmbarem Maße Gestalt angenommen, und wiederum empfiehlt dieser Diener allen Bürgern, keinesfalls zuzulassen, dass irgendeine Zwietracht unter ihnen entsteht.
Zum Schluss hoffe ich, dass durch die Fürsprache des edlen Gesandten und seiner reinen Nachkommenschaft (Gottes Segen und Friede seien auf ihm und auf ihnen) der barmherzige und gesegnete Schatten der göttlichen Güte über die islamischen Gesellschaften gebreitet werde und sie im Schatten der Befolgung der göttlichen Gebote Tag für Tag immer weiter die Stufen des Fortschritts und der Würde erklimmen.
والسّلام علیکم و رحمة الله و برکاته
Friede sei mit euch und die Barmherzigkeit Gottes und Sein Segen.
Sayyid Modschtaba Hosseini Chamenei
8. Schahriwar 1405
17. Rabi al-Awwal 1448